Warum Kim Kuchenbacken lernt...

Kim ist eine gute Kuchenbäckerin. Sie weiß, was zu tun ist, wenn Butter, Eier und Zucker verrührt sind: „jetzt Mehl rein!“ ruft sie selbstbewußt und greift nach der Tüte.
Das war nicht immer so. Als Kim in den Kindergarten kam, hat sie kaum gesprochen. „Kinder merken schnell, wenn sie etwas nicht gut können und lassen es dann lieber sein,“ weiß Sabine Rieger-Mühleck zu berichten. Die Fachberaterin hat das neue Konzept der Sprachförderung in den Kindergärten des Evangelischen Vereins mitentwickelt.
In Gruppen, in denen 60% oder mehr der Kinder Sprachdefizite aufweisen, sind zusätzliche Erzieherinnen tätig. In der Regel haben sie spezielle Fortbildungen zur Sprachförderung besucht. „Die Sprachentwicklung eines Kindes beobachten, mit offenen Fragestellungen Kinder zum Sprechen motivieren – das ist wichtiges ‚Handwerkszeug’ für die Mitarbeiterinnen,“ erläutert die Fachfrau des Evangelischen Vereins.
Neben Finger- und Bewegungsspielen setzen die Mitarbeiterinnen der Sprachförderung einen besonderen Schwerpunkt auf das Lernen mit allen Sinnen. Kinder merken sich Wörter leichter, wenn sie sie ‚erlebt’ haben. Dass Mehl weiß ist und Eier schön glibbrig sind, hilft den Kindern, Wort und Bedeutung miteinander zu kombinieren.
Kim und ihre Spielkameraden wissen nichts von dem pädagogischen Konzept, dass hinter dem Kuchenbacken steht. Sie freuen sich auf die verlockend duftende Leckerei, die bald für sie aus dem Ofen kommt.
Wie Sie uns erreichen:
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